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Presseberichte Aufführungen

Premiere Wickie

Text: Matthias Ellmann

08.07.2007


 

Manchmal hilft auch die sprichwörtliche Kraft der Wikinger nicht weiter. Oft ist List vonnöten, um das Dorf mit Wasser zu versorgen oder statt der überteuerten Salzlieferungen eines Händlers eigenes Salz aus dem Meer zu gewinnen. Dann brauchen die starken Männer Unterstützung von einem aufgeweckten, witzigen, vor allem aber listigen kleinen Wickingerjungen Wickie nämlich, der in diesem Sommer auf der Waldbühne Ahmsen seine Abenteuer besteht. Für die Bühne bearbeitet hat die Abenteuer erneut Walter Edelmann, der schon in den Vorjahren mit "Pippi Langstrumpf', "Michel aus Lönneberga, Cinderella oder "Peterson und Findus" für Zuschauerrekorde in Ahmsen sorgte.

Auch Wickie dürfte eine ähnliche Karriere erleben. Während der ersten Vorstellung jedenfalls brandete immer wieder Szenenapplaus auf, und auch am Ende gab es reichlich Beifall der begeisterten Zuschauer. "Was will man mehr: Sonnenschein und ein volles Haus freute sich Bühnenvereinsvorsitzender Josef Meyer vor der Premiere am Sonntag, die gut 1800 Besucher, darunter auch die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, auf der neuen Tribüne miterleben wollten. Wie von Edelmann gewohnt, bringen über 80 Schauspieler mit Spiel, Musik, Gesang und Tanz mächtig Bewegung auf die Bühne. Überall spielen sich kleine Randgeschichten ab, während Wickie im Mittelpunkt der Handlung immer wieder neue Ideen zündet und das wortwörtlich, denn jeder seiner Geistesblitze wird von einem kleinen Feuerwerk begleitet.

Der kleine Wikinger lebt mit seinen Eltern in einem kleinen Dorf am Meer. Sein Vater Halvar ist der Häuptling und fährt mit seinen Kriegern jedes Jahr hinaus aufs Meer, um Schiffe, Dörfer und Königreiche zu überfallen und reiche Beute zu machen. Sind die Männer von der Reise zurück, dann prahlen sie mit ihren erlebten und erfundenen Heldentaten.
Da die Männer auf ihren Fahrten aber durch Übermut und Dummheit regelmäßig in Gefangenschaft geraten, muss Wickie den starken Männern unter die Arme greifen und sie wieder aus ihrer misslichen Lage retten. Er denkt sich dazu immer neue Tricks aus, ist ideenreich und mutig, aber auch vorsichtig. Denn vor lauter Angst schlottern ihm die Knie, wenn er auszieht, um seinem Vater und den Kriegern des Dorfes zu helfen. Wenn das gelingt, und es gelingt jedes Mal, dann ist sein Vater stolz auf seinen klugen Sohn, den die erst zehnjährige Anna-Lena Loddecke aus Holte-Lastrup wunderbar darstellt.

Es geschieht nun, dass die Männer auf Kaperfahrt gehen, um den bösen König Gröhl zu überfallen, weil sie noch eine alte Rechnung mit ihm begleichen wollen. Ihr Plan misslingt, und sie geraten in Gefangenschaft, aus der sie wieder einmal Wickie befreien soll

Premiere Jedermann

Text und Fotos: Iris Kroehnert

09.06.2007

Waldbühne wird zum Domplatz

Premiere von „Jedermann“ kam mit Blitz und Donnerschlag daher

 

Nach der feierlichen Einweihung der neuen Zuschauertribüne an der Waldbühne Ahmsen, stand am frühen Samstag Abend die Premiere von „Jedermann“ auf dem Programm. Eine Premiere, die sicherlich in mehrfacher Hinsicht Besuchern, Schauspielern und dem gesamten Stab der Technik in Erinnerung bleiben dürfte.

Regisseur Bernd Aalken griff nicht nur tief, gekonnt und einfallsreich in die „Special-Effects“-Kiste, sondern erhielt zusätzlich noch Schützenhilfe von „oben“. Zur berühmten Tischszene des „Jedermann“, genau in dem Moment, als dieser von der Vorahnung des Todes ereilt wird, setzte es am Ahmsener Himmel zum ersten Gewitter an. Trotz des einsetzenden Wolkenbruchs spielten die Schauspieler tapfer weiter. Allerdings machte der Regen den Mikroport-Anlagen zu schaffen, mit denen die Akteure ausgestattet sind, so dass Aalken, das Spiel abbrechen musste und damit den Zuschauern an ungewohnter Stelle eine unvorhergesehene Pause bescherte.

 

 

Das zweite Gewitter kam dann pünktlich zum Finale. Als Frank Cordes als Teufel aus dem Mittelgang der neuen Zuschauertribüne auf die Bühne vor die Domkulisse sprang, um das Heft noch einmal in die Hand zu nehmen, kam erneut ein mehrfaches Donnergrollen daher. Auch seinen letzten Gang trat Jedermann höchst effektvoll unterstützt durch Blitz und Donner an.

 

Der Applaus der Zuschauer wollte nicht enden und Stefan Hackmann wurde für seinen fulminanten Jedermann mit „standing ovations“ belohnt. Begeisterte er im letzten Jahr noch im Kinderstück als Lukas, der Lokomotivführer, gelang ihm jetzt mit der Hauptrolle im Mysterienspiel von Hugo von Hofmannsthal der Sprung ins Charakterfach. Er spielte den skrupel- und maßlosen Bonvivant ebenso überzeugend, wie den verzweifelten Mann, der in Anbetracht des drohenden Todes, „Mitreisende“ für seine letzte Reise sucht.

 

Die Waldbühne Ahmsen wagte sich nach elf Jahren ein zweites Mal an den Stoff, der seit 87 Jahren zum ständigen Repertoire der Salzburger Festspiele gehört und inzwischen fast zu einem Synonym für diese geworden ist. Es sind sehr große Schuhe, die sich die Waldbühne Ahmsen da angezogen hat. Im Vorfeld konnte man gespannt sein, ob diese Schuhe passen würden. Ist doch der „Jedermann“ für wohl jedermann verknüpft mit den ganz großen Namen der Schauspiel- und Regiekunst.

 

 

 

 

 

{mosimage}Allen Zweiflern sei an dieser Stelle gesagt: Die Schuhe passen vortrefflich. Für Ahmsener Verhältnisse - die Bühne ist bekanntermaßen zu einem Synonym für Monumentalstücke geworden - kommt der Jedermann fast als ein Kammerspiel daher. Prachtvolle Kostüme, insbesondere bei der legendären Tischszene, sorgen dafür, dass Aalken Szenen gelingen, die aus den Gemälden alter Meister hätten entsprungen sein können. Die Waldkulisse trägt ihr übriges dazu bei und das Vogelgezwitscher der Natur unterstreicht die Szenerie in einer Art und Weise, wie es keine Retorte hätte vollbringen können.
Fantasievoll gelingen die Auftritte von Mammon,
der der Geldkiste des Jedermann entsteigt und diesen verhöhnt.

 

Für den Showdown sorgt am Ende Frank Cordes als Teufel, der wie ein Derwisch auf der Bühne herumspringt, sich dann aber doch geschlagen geben muss. Richard Gertken mimt den Tod in Gründgenscher Manier, Annika Deters gibt eine gleichfalls schöne wie überzeugende Buhlschaft, Mario Korbicki als guter Gesell, dann die beiden unterschiedlichen Vettern und und und.

 

 

Wicky unter neuem Himmel

Meppener Tagespost

13.10.2006

Wicky unter neuem Himmel
ma Ahmsen.
Im kommenden Sommer kann die Waldbühne Ahmsen ihr neues Kindermusical "Wicky und die starken Männer" unter einer komplett neuen Zuschauertribüne präsentieren.

Der Kulturausschuss des Landkreises Emsland sprach sich während seiner Sitzung in Ahmsen für einen Zuschuss von 100000 Euro aus. Die Gesamtkosten summieren sich auf 1130000 Euro. Nach Angaben des Ersten Kreisrates Reinhard Winter beteiligen sich an der Finanzierung zudem das Land Niedersachsen (75000 Euro), die Gemeinde Lähden (100000 Euro), die Sparkassenstiftung (100000 Euro) sowie die Europäische Union (250000 Euro) und der Verein selbst mit stolzen 505000 Euro.

Im Namen des Vorstandes erläuterten Josef Meyer und Richard Gertken die Maßnahme: Die neue Tribüne wird lichtdurchflutet sein und eine frei tragende Dachkonstruktion mit einer Höhe von 15 Metern (bislang: 5,50 Meter) erhalten. Die Zahl der neuen bequemen Sitzplätze wird von 1780 auf 2020 erhöht. Die alte Zuschauertribüne wurde bereits in den vergangenen Tagen weitgehend abgerissen. Der Neubau soll pünktlich zur neuen Spielsaison am 10.Juni 2007 fertig gestellt sein. In dieser Saison sahen über 40000 Zuschauer das Schauspiel "Ben Hur" sowie das Kindermusical "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". Zudem fanden zahlreiche zusätzlichen Veranstaltungen auf der Waldbühne statt. "Vielleicht kommen im nächsten Jahr auch Brunner und Brunner nach Ahmsen", teilte Vorsitzender Meyer den Kreispolitikern mit.

 

Waldbühne entführt in Welt von Jim Knopf

Münsterländische Tageszeitung

03.07.2006


Waldbühne entführt in Welt von Jim Knopf
Bis in den September wird Stück aufgeführt

 

 

Ben Hur auch in Ahmsen monumental

Münsterländische Tageszeitung

09.06.2006

 


Ben Hur auch in Ahmsen monumental
Waldbühne inszeniert dramatisches Epos

Ahmsen (hb) – Mit dem Volksschauspiel „Ben Hur“ führt die Waldbühne Ahmsen im Landkreis Emsland wieder ein aufwändig inszeniertes Freilichttheater auf. Das abenteuerliche Leben des Judah Ben Hur wird das Publikum im gesamten Spätsommer in den Bann ziehen.

Die gelungene Premiere überzeugte durch schauspielerische Leistung, Choreographie und Kostümierung und durch das eindrucksvolle Bühnenbild.

In Szene gesetzt hatte Regisseur Bernd Aalken das Monumetalepos mit rund 70 Mitwirkenden. Das Stück basiert auf dem über hundert Jahre alten Weltbestseller des amerikanischen Autors Lewis Wallace. Legendär wurde die Hollywood-Verfilmung des Jahres 1959 mit Charlton Heston. „Ben Hur“ erhielt damals elf Oscars. Das aufwendige Epos ist aber auch für ein großes Freilichttheater geeignet. Dies bewies die Waldbühne Ahmsen mit ihrer zuschauerwirksamen Aufführung.

„Ben Hur“ schildert das dramatische Leben des jüdischen Prinzen Judah Ben Hur (gespielt von Mario Korbicki), der Anfang des ersten Jahrhunderts nach Christus wegen eines angeblichen Anschlags auf den römischen Statthalter von Judäa zu einer lebenslangen Galeerenstrafe verurteilt wird, aber später in seine Heimat zurückkehren darf.

Ben Hur plant einen Aufstand gegen die Besatzungsmacht der Römer und tritt in dem berühmten Wagenrennen gegen seinen ehemaligen Gefährten und späteren Todfeind an, den Römer Messala (hervorragend verkörpert von Frank Cordes).

Den siegreichen Ben Hur überzeugt Esther (Maria Heller) aber davon, seine gewaltsame Aufstandsbewegung abzubrechen, indem sie ihm die Glaubensbotschaft des gekreuzigten Jesus vermittelt.

Zu den herausragenden Höhepunkten der Ahmsener Aufführung gehören die Seeschlacht und das Wagenrennen. Beim von Martin Brümmer und Sarah Lohe inszenierten Wagenrennen stört es dann auch nicht, dass die beiden Kampfwagen von Friesen und Hafflingern gezogen werden. Denn auch Charlton Heston lenkte seinen Wagen im Film „Ben Hur“ nicht gerade historisch authentisch. Seine feurigen Pferde waren nämlich Lippizaner.
Die nächste Aufführung von „Ben Hur“ in der Waldbühne Ahmsen ist am Sonntag, 11. Juni, am Tag des Freilichttheaters um 15.30 Uhr. Danach wird das Stück im August und im September in Ahmsen zu sehen sein.