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Passion feierte Premiere PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sarah Cordes   
Mittwoch, den 02. Juni 2010 um 16:45 Uhr

 

 

„Hosanna! Hosanna!“, hört man es rufen. Ein junger Mann auf einem Esel reitet durch die ihn umjubelnde Volksmenge. Mit dieser bekannten Szene des Einzugs Jesu in Jerusalem startete in Ahmsen am vergangenen Wochenende die Freilichtbühnensaison.

Der angenehm warme Frühsommerabend taucht die wüsten gleiche Kulisse in eine malerische Abendstimmung, moderne Panflötenmusik untermalt eine Vielzahl der Auftritte.Weitere bekannte Bilder ziehen die Besucher in ihren Bann. So beispielsweise die äußerst feierliche und ritualbestimmte Szene des letzten Abendmahls mit Brotbrechung, Fußwaschung und der Enttarnung des Verräters. Äußerst authentisch verkörpert Mario Korbicki die Figur des Jesus. Er steht nach einem schweren Autounfall vor drei Jahren erstmals wieder auf der Bühne.

Der Zeit angepasst hat der langjährige Ahmsener Regisseur Bernd Aalken die Gruppe der Jünger um Jesus, die er als eine „Horde“ junger streitbarer Menschen inszeniert. Hierzu gehören Petrus (Hermann-Josef Alves), der Jesus verleugn et, und Judas (Frank Cordes), der Verräter. Beide bringen ihre innerliche Verunsicherung bis hin zur Verzweiflung dem Publikum überzeugend nahe.

Das Volk von Judäa ist nicht zu bremsen. „Ans Kreuz mit ihm! Ans Kreuz mit ihm!“ schreit die Menge immer wieder. Jesus wird mit gefesselten Händen im weißen Gewand vorgeführt. Doch Pilatus, gespielt von Richard Gertken, lässt sich von Volk und Hohem Rat nicht erweichen und schickt die Ankläger weiter zu Herodes.

Am Hof des Herodes, werden die Zuschauer durch modernen Zeitgeist überrascht. Herodes, verkörpert von Ludger Deters in einer Doppelbesetzung mit Jürgen Pleus, tritt in schillernder Kleidung mit freier Brust vor den Angeklagten und fordert ihn zu einer Kostprobe seines Könnens heraus. Doch an dessen Verurteilung ist Herodes nicht interessiert. So wird die Volksmenge zurück zu Pilatus geschickt, der schließlich dem Drängen des Volkes nachgibt und den Prediger zur Kreuzigung ausliefert.

Den Zuschauern stockt der Atem als drei Kreuze auf einer Anhöhe hochgezogen werden und Jesus seine letzten Worte spricht.

Die erfolgreiche Premiere endet nach Grablegung und Auferstehungsszene mit dem Einzug aller Mitspieler in weißen Gewändern – ein brennendes Licht in der Hand. In der Dunkelheit des Abends besonders wirksam, soll dieses von Licht und Helligkeit bestimmte Bild auf die Auferstehung und die damit verbundene Hoffnung hindeuten. „Dieses Abschlussbild hat mich am meisten beeindruckt!“, schwärmt eine begeisterte Zuschauerin nach der Premiere.

Die „Passion“ gibt es auf der Waldbühne Ahmsen noch an sieben Nachmittagen um 15.30 Uhr zu sehen (am 6. Juni, 11. und 18. Juli, 15., 22. und 29. August sowie 5. September) sowie an weiteren vier Abenden um 20.00 Uhr (am 16. Juli, 14., 21. und 27. August).

Ab der Premiere am 13. Juni (15.30 Uhr) gibt es dann für Familien auch das „Dschungelbuch“ mit 18 Terminen.

Es empfiehlt sich, für die Aufführungen Karten vorzubestellen.

Telefonisch können Sie während der Bürozeiten (dienstags bis freitags in der Zeit von 08.30 Uhr –12.30 Uhr) unter der Telefonnummer 05964-1027 Karten vorbestellen.

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. Juni 2010 um 12:55 Uhr