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Was macht eigentlich ein „Sommertheater“ im Winter?


Wo im Sommer „das pralle Leben wogt“, mal Schüsse und auch mal tierische Laute aus dem Wald dringen, da kehrt im Winter Ruhe ein. So könnte man meinen. Aber: Nein - So ist es nicht.

Auch wenn die Kulisse der vergangenen Freilichtsaison unter dem Schnee ruht und sich malerisch in die fast schon romantisch anmutende Winterlandschaft eingliedert, hinter den Türen des „Spielerheimes“ sieht es anders aus. Man könnte annehmen, der Weg in den Wald sei aufgrund der derzeitigen Witterungsverhältnisse beschwerlich – zumal dorthin kein Räumdienst kommt. Doch kein Problem. Der Weg zur Waldbühne ist gut frequentiert, was nicht nur an den schlitten- und schneebegeisterten Kindern liegt, die hier die Hügel zum Rodeln nutzen. Außer zu unterschiedlichen geselligen Anlässen treffen sich in den kalten Monaten verschiedene Ausschüsse im Spielerheim, um Kostüme zu ordnen, Pläne zu schmieden oder einfach nur Schränke in Maske, Requisite oder Technik aufzuräumen und für die kommende Saison zu rüsten. Fortbildungen finden statt, Planungen werden angestellt. Plakate sind längst ausgewählt, die ersten Prospekte gedruckt und verschickt. Die Skizzen für das neue Bühnenbild werden in Umlauf gebracht, Regisseure sprechen Probentermine ab. Die ersten Rollen für die kommende Saison sind verteilt. Ende Januar beginnt die Probenarbeit im Spielerheim. Dann werden Texte verteilt, Maße genommen, Kostüme geschneidert, Lieder und Tänze geprobt, Requisiten hergestellt und das Bühnenbild erneuert.

Aber ein bisschen Theater gibt es auch im Winter: Ein Teil der Schielschar geht mit dem „Wintertheater“ auf Tournee. Hier erhalten überwiegend jüngere Spieler die Chance, eine Sprechrolle auszuüben und sich in einer größeren Rolle auszutesten. Denn dies ist in einer 60-100köpfigen Spielschar, die jedes der beiden Stücke im Sommer umfasst, nicht immer möglich.

Die Spielsaison 2010 wird sicher wärmere Assoziationen hervorrufen als wir sie durch unsere Umgebung zurzeit gewohnt sind. Denn im Sommer werden statt des Schnees Wüste und Dschungel auf der Bühne das Ambiente bestimmen. Für alle, die sich jetzt schon auf den Sommer freuen, öffnet das Büro der Waldbühne am 7. Januar seine Pforten. Ab sofort können dort Karten für die „Passion“ und das „Dschungelbuch“ sowie für die Gastveranstaltungen vorbestellt werden. Das Büro ist von dienstags bis freitags von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr unter der Nummer 05964-1027 zu erreichen.